Sichtbar im Kreis Herford

Monday, November 20, 2006

Protest gegen Plakatierung für Erotikmesse

Das Frauenforum ruft zum Protest gegen die Plakatierung für die Erotikmesse auf. Während eine Plakatierung mit frauendiskriminierenden Bildern in den Städten bisher unterblieben ist, wurden vom Veranstalter um so mehr Plakate an den Ausfahrtstraßen z.B. B 61 von Herford nach Bielefeld an den Straßenlaternen festgemacht. Der Protest vieler Frauen vor 2 Jahren hatte dazu geführt, dass diesmal einige Ordnungsämter eine Plakatierung mit Bild in den Städten untersagt haben. Deshalb hat der Veranstalter diesmal zweierlei Plakate drucken lassen: die mit nur Schrift und die mit Bild und Schrift. Frauen, die die Bildplakate sehen, sollen sich bitte beim Frauenforum c/o Gleichstellungsstelle im Kreis Herford 05221/131312 melden bzw. einen Kommentar unter diese Nachricht schreiben.

Eine Frau geht seinen Weg - Frauen kommen in ihrer Sprache nicht vor

Im Radio wird eine Kabarettistin zur Kanzlerin Angela Merkel und der Beitrag wird angekündigt mit den Worten: "Eine Frau geht seinen Weg." Was da sprachlich witzig daher kommt, ist ernst gemeint. Gemeint ist nicht, dass Angela Merkel den Weg von Gerhard Schröder geht, sondern dass sie ihren nämlich seinen Weg geht.
O-Töne von Frauen:
"Es ist schön, wenn man als Frau sein Hobby zum Beruf machen kann."
"Wenn man als Frau seinen Kopf gebraucht...."
"Wenn man als Frau seinen Eisprung hat, ......"
Frauen reden so.
Frage: Was macht es Frauen so schwer, sich selbst und andere Frauen in der weiblichen Person zu benennen?

25. November 2006 - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Erklärung
Am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria-Teresa Mirabal wegen ihrer politischen Aktivitäten vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet.1981, auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogota, Kolumbien, würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Schwestern zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.Das Schicksal der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Diktator Trujillo gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.Seit Jahren sind die Tage rund um den 25. November neben dem 8. März (Internationaler Frauentag) die Hauptaktionstage für Protestveranstaltungen der Frauenbewegung gegen die Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung von Frauen."Die Zeit der Schmetterlinge" heißt ein Buch von Julia Alvarez über das Leben der drei Schwestern, Verlag Piper.

24. November 2006 - Enger, Heckewerthplatz 9.00 - 13.00 Uhr
Auch Engeraner Frauen und Frauengruppen gedenken der Frauen, die nicht frei, sondern mit Gewalt leben müssen.

Bürgerinnenanfrage an den Rat der Stadt Herford in der Sitzung am 8.Dezember 2006

FrauenStadtgruppe Herford
An den Bürgermeister und
an den Rat der Stadt Herford

- Bürgerinnenanfrage –

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren im Rat der Stadt Herford,

im Mai dieses Jahres wurde die FrauenStadtgruppe von einer besorgten Mutter gefragt, ob es bekannt sei, dass
- jugendliche Discobesucherinnen und –besucher im Go-Park mit einer, wie die Mutter sich ausdrückte „pornografischen Erwachsenensexualität“ konfrontiert werden, die dann auch noch auf der Webseite des GO-Parks veröffentlicht wird (Fotos vom 13. Mai 2006)
Selbst wenn der GO-Park solche „Darbietungen“ nach 24.oo Uhr veranstalten sollte, so war die Erfahrung der Mutter, entledigt sich der GO-Park seiner Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen, indem eine 18jährige Freundin oder ein 18 jähriger Freund als Elternersatz und damit personensorgeberechtigt anerkannt werden.

Diese Handhabung hat unserer Meinung nach mit den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes nichts zu tun.
Unsere Recherchen haben ergeben, dass in keinem anderen Land solche Regelungen gelten und damit „Go-Park-eigene Regeln“ geschaffen werden, die den Jugendschutz lächerlich erscheinen lassen.

Weiterhin haben unsere Recherchen ergeben, dass viele Eltern, die zwar vom „Disco-Besuch“ ihrer Tochter oder ihres Sohnes im Go-Park wissen, nichts von den „pornografischen Einlagen“ erfahren. Viele Eltern haben uns berichtet, dass ihnen ihre Kinder nun auf Nachfrage zum ersten Mal davon berichtet hätten. Den Mädchen ist es peinlich und den Jungen auch.
Eine weitere Mutter berichtete uns im selben Zeitraum davon, dass ihre Tochter abends am Go-Park überfallen worden sei und sich nur mit viel Gegenwehr befreien und flüchten konnte. Der Überfall wurde der Polizei gemeldet, die bemerkte, dass sich Eltern und Tochter freuen könnten, dass nicht mehr passiert sei. Nun hat das Mädchen die gesundheitlichen Folgen (Angstzustände) zu bewältigen.

Wir fragen Sie:

1. Was tut die Stadt Herford um minderjährige Jugendliche, die den Go-Park als Disco besuchen und die dort mit der Sexualität Erwachsener (Barbetrieb) konfrontiert werden, mit der sie nicht gerechnet haben, was tut die Stadt Herford, um Jugendliche davor zu schützen???


2. Wie sorgt die Stadt Herford in Zukunft dafür, dass im GO-Park das Jugendschutzgesetz eingehalten wird?

Die Verliererinnen und Verlierer solcher Veranstaltungen sind doch die Jungen und jungen Männer, die Mädchen und jungen Frauen, die mit Bilder von Frauen konfrontiert werden, die sie nicht vergessen werden.
Mit freundlichen Grüßen DIE FRAUENSTADTGRUPPE

Anm.: Der Go-Park wirbt mit seinen „School´s out parties“ und seinen „Kinderkarneval-Veranstaltungen“ um ein immer jüngeres Publikum.

Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, an der Ratsitzung am 8. Dezember ab 16.00 Uhr im Rathaus der Stadt Herford teilzunehmen.