Michel Friedman trat auf - Trotzdem war der e-mail Protest ein großer Erfolg. Frauen können auf gut funktionierendes Netzwerk stolz sein.
Trotz sehr zahlreicher Protest-e-mails von Frauen(-organisationen) hatte es Herr Scholz, der künstlerische Leiter der poetischen Quellen abgelehnt, Herrn Friedman auszuladen. Weil Herr Keimer vom WDR, der Moderator der Lesung, zugesagt hatte, dass er Herrn Friedman auch mit "unangenehmen Fragen" konfrontieren werde, haben wir 2 x 8,50 Euro für den Eintritt zur Lesung investiert. Schon am Eingang demonstrierte Polizeipräsenz die Wichtigkeit des Gastes oder die Befürchtungen des Veranstalters hinsichtlich eines Frauenprotestes? Herr Friedman trat umringt von Bodygards auf, die sich am Treppenaufgang, hinter den Zuschauenden und vorn rechts und links von der Bühne postierten. Mit Sonnenbrille, breitbeinig und mit den übereinandergelegten Händen ihr Geschlechtsteil schützend, standen sie eine Stunde da und konfrontierten das Publikum mit ihrem prüfenden Blick und ihrer bedrohlich wirkenden Präsenz.
Als Herr Keimer Herrn Friedman auf die Proteste ansprach, die dem Auftritt vorausgegangen waren, antwortete dieser, dass er (sinngemäß) sich vor zwei Jahren in einer Lebenskrise befunden hätte und deshalb Fehler gemacht habe, für die er sich entschuldigt hat. Er habe eine Strafe bekommen und dabei müsse man es auch bewenden lassen. Er verurteile auch niemanden für das, was jemand privat mache.
O-Ton "In Deutschland ist es nicht strafbar Freier zu sein". Das Thema seines Buches "Jüdische Kindheit während der Nazizeit" ist immer wichtig erzählt zu werden, aber die Lesung selbst war emotionslos und langweilig und Herr Friedman arbeitete mit der Lautstärke seiner Stimme dagegen an. Am Ende seiner Lesung warb er noch für den Dialog, das Gespräch, für eine Streitkultur, die er in Deutschland vermißt und nach einer knappen Stunde ging es umringt von Bodygards zum Signieren des Buches. Eine Veranstaltung, die das Eintrittsgeld nicht wert war und auch noch aus öffentlichen Haushalten finanziert wurde. Eine der Sponsorinnen war die Sparkasse.
Fazit: Die e-mai-Aktion vieler Frauen war ein großer Erfolg. Sehr viele Frauen aus Bielefeld und dem Kreis Herford haben sich daran beteiligt und Herrn Scholz tüchtig ins Schwitzen gebracht.
Als Herr Keimer Herrn Friedman auf die Proteste ansprach, die dem Auftritt vorausgegangen waren, antwortete dieser, dass er (sinngemäß) sich vor zwei Jahren in einer Lebenskrise befunden hätte und deshalb Fehler gemacht habe, für die er sich entschuldigt hat. Er habe eine Strafe bekommen und dabei müsse man es auch bewenden lassen. Er verurteile auch niemanden für das, was jemand privat mache.
O-Ton "In Deutschland ist es nicht strafbar Freier zu sein". Das Thema seines Buches "Jüdische Kindheit während der Nazizeit" ist immer wichtig erzählt zu werden, aber die Lesung selbst war emotionslos und langweilig und Herr Friedman arbeitete mit der Lautstärke seiner Stimme dagegen an. Am Ende seiner Lesung warb er noch für den Dialog, das Gespräch, für eine Streitkultur, die er in Deutschland vermißt und nach einer knappen Stunde ging es umringt von Bodygards zum Signieren des Buches. Eine Veranstaltung, die das Eintrittsgeld nicht wert war und auch noch aus öffentlichen Haushalten finanziert wurde. Eine der Sponsorinnen war die Sparkasse.
Fazit: Die e-mai-Aktion vieler Frauen war ein großer Erfolg. Sehr viele Frauen aus Bielefeld und dem Kreis Herford haben sich daran beteiligt und Herrn Scholz tüchtig ins Schwitzen gebracht.

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